Mardin Reiseführer: Steinhäuser, Klöster und Mesopotamien-Blick

In Südostanatolien, an einen Hang mit Blick auf die mesopotamische Ebene gebaut, ist Mardin mit seiner honigfarbenen Steinarchitektur und einem Gefüge, das seit Jahrhunderten verschiedene Völker vereint, wie ein Freilichtmuseum. Mit engen Gassen und den Hang hinaufkletternden Häusern will es zu Fuß entdeckt werden.

Steinarchitektur und Altstadt
Im Herzen der Altstadt verzahnen sich behauene Steinfassaden, Bogengänge und Hofhäuser. Die Gassen steigen in Schichten zum Gipfel hinauf; von jeder Ecke öffnet sich ein neuer Blick auf die Ebene. Das Minarett der Großen Moschee verleiht der Silhouette der Stadt eine elegante Note.

Klöster und Medresen
Nahe der Stadt ist das Kloster Deyrulzafaran eines der fortbestehenden Zentren der syrischen Kultur und beeindruckt mit seiner Steinmetzkunst. In der Stadt zählt die Kasımiye-Medrese mit Hof, Becken und anmutigen Bögen zu den schönsten Beispielen der Mardiner Steinkunst; bei Sonnenuntergang wird sie golden.

Beste Reisezeit und Tipps
Da die Sommer sehr heiß sind, sind Frühjahr und Herbst am idealsten. Da die Gassen steil und gepflastert sind, sind bequeme Schuhe wichtig. Die lokale Küche verleiht der Reise zusammen mit Kupferhandwerk, Mandelkonfekt und einem reichhaltigen Frühstück einen besonderen Reiz.

Mardin samt Umgebung zu erkunden ergibt einen vollen Tag. Wer Unterkunftsoptionen in der Region im Voraus plant, holt das Beste aus dem Besuch heraus.
Bildnachweise
- Adam Jones from Kelowna, BC, Canada · CC BY-SA 2.0 · Wikimedia Commons
- Nevit Dilmen · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
- Herbert Frank from Wien (Vienna), AT · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons
- https://www.loc.gov/pictures/related/?fi=name&q=S%C3%A9bah%2C%20Pascal · Public domain · Wikimedia Commons
- Gomada · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons